Schokland

Schokland

Die Geschichte von Schokland. Sie werden feststellen, dass Schokland höher als das umliegende Gelände der Polder liegt. Es war eine Insel in der Zuiderzee und heute ist es Teil des Nordostpolders, einer der Polder, die im 20. Jahrhundert als Teil der Zuiderzeewerke entstanden.

Sie werden feststellen, dass Schokland höher als das umliegende Gelände der Polder liegt. Es war eine Insel in der Zuiderzee und heute ist es Teil des Nordostpolders, einer der Polder, die im 20. Jahrhundert als Teil der Zuiderzeewerke entstanden. Er symbolisiert den Kampf der Menschen in den Niederlanden gegen das Wasser. Schokland ist 4,5 km lang und 400 m breit. Entlang der ehemaligen Küstenlinie der Insel wurde ein von Bäumen (Esche und Fichte) gesäumter Pfad für Radfahrer und Fußgänger angelegt. Das Dorf auf der Insel wurde ursprünglich auf drei in einer Reihe nebeneinander liegenden Warften gebaut. Eine Warft ist ein künstlich aufgeschütteter bis zu 15 m hoher Siedlungshügel. Im alten Friesischen bedeutete das Wort 'Terp' Dorf. Warften wurden von Menschenhand errichtet, um die Familie, die Tiere und Hab und Gut während Sturmfluten und Hochwässern sicher und trocken zu halten.

Die künstlichen Hügel entstanden aus einer Mischung von Ton, Schilf, Kuh-Mist und Wasser-Pflanzen. Sie sehen in den Provinzen Friesland und Groningen Warften aller Größen: kleine Warften für nur ein Bauernhaus und große Warften für ein ganzes Dorf. 1795 zählte die winzige Insel Schokland in der Zuiderzee fast 650 Einwohner, die in baufälligen kleinen Fischerhäusern lebten. Die drei Warften, auf die das Dorf gebaut war, wurden Nord-, Mittel- und Südviertel genannt. Die Bewohner des nördlichen Viertels waren sehr katholisch und die anderen beiden waren sehr evangelisch und wollten möglichst nichts miteinander zu tun haben. Durch das Wasser vom Festland bzw. durch religiöse Auseinandersetzungen voneinander isoliert, entwickelten die beiden Gemeinschaften ihre eigenen Dialekte. 1859 wurden die Bewohner wegen Überschwemmungsgefahr gewaltsam aus ihren Häusern evakuiert. Die meisten Menschen zogen in das nahe gelegene Vollenhove.

Nachdem der Nordostpolder 1942 fertiggestellt wurde, der auch Schokland umfasste, drohte die ehemalige Insel wegen niederem Grundwasser abzusinken. Sie liegt bereits ein oder zwei Meter tiefer als früher. Nassbereiche wurden und werden errichtet, um diesem Prozess Einhalt zu gebieten. 1995 war Schokland die erste niederländische Stätte, die in das Unesco Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Das Schokland Museum befindet sich in einer Kirche und den benachbarten Häusern, erbaut im typischen Zuiderzee-Stil auf der mittleren Warft. Hinter dem Museum finden Sie alte hölzerne Wasserbarrieren, die hier früher sehr häufig waren. Die Ausstellung gliedert sich in einen archäologischen und einen geologischen Teil. Die Illustrationen, die die faszinierende Geschichte von Schokland zeigen, sind sehr gut gelungen.