Giethoorn

Giethoorn

Bereits um 1320 wurde der Name Gethorne zum ersten Mal geschichtlich erwähnt. Eine Gruppe von Flüchtlingen musste sich im Auftrag des Bischofs von Utrecht in diesem Gebiet niederlassen.

Sie waren die ersten, die hier mit Urbarmachung und Torfgewinnung anfingen. Mit der Zeit war dieses Gebiet auch für Viehzucht geeignet. Es waren aber eher kleine Betriebe und meistens war der Bauer zugleich Fischer, Schilfschneider, Jäger und/oder Wilderer. Da es in dem Dorf kaum Straßen gab, verlief der meiste Transport mit Kähnen im Wasser. Das Vieh, der Mist, das Heu wurden über das Wasser transportiert, aber auch Hochzeits- und Beerdigungszüge fuhren auf den Wasserkanälen. Heute wird Giethoorn gerne als „Venedig des Nordens“ bezeichnet.

Das Dorf zählt zurzeit 2600 Bewohner und ist einzigartig in unserem Land. Sie sehen versteckt zwischen den Bäumen die alten Bauernhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Torfstecherhäuser, die Höfe und viele Holzbrücken über die Wasserkanäle. Das Café „De Fanfare“ ist aus dem Film von Bert Haanstra (1958) bekannt. Die Atmosphäre wirkt auch nach 50 Jahren noch wie früher.